Der Einsatz dieser Helferinnen inspirierte den Schweizer Unternehmer Henry Dunant zur Idee einer internationalen humanitären Bewegung. 1863 wurde das Internationale Komitee vom Roten Kreuz gegründet. Seitdem wird am 8. Mai – Dunants Geburtstag – der Weltrotkreuztag begangen, um an die Entstehung und das fortlaufende Engagement der Rotkreuz‑ und Rothalbmondbewegung zu erinnern.
„Die Vision des Roten Kreuzes bleibt aktuell“, erklärt Andreas von Wolff, Vorsitzender des Kölner Roten Kreuzes. „Wir leben in einer Welt multipler Krisen. Humanitäre Hilfe wird zunehmend komplexer und gleichzeitig notwendiger.“
Ehrenamtliche und Beschäftigte
Im Deutschen Roten Kreuz (DRK) sind bundesweit mehr als 450 000 Ehrenamtliche sowie rund 200 000 hauptamtliche Mitarbeitende tätig. Im DRK‑Kreisverband Köln engagieren sich etwa 600 Personen in Bereichen wie Bereitschaftsdienst, Wohlfahrts‑ und Sozialarbeit, Jugendrotkreuz, Blutspende, Katastrophenschutz und Seniorenhilfe.
Katastrophenschutz‑Infrastruktur
Das Kölner Rote Kreuz betreibt zwei Katastrophenschutzzentren – eines in Ehrenfeld, das andere in Köln‑Buchheim. Die Einrichtungen dienen als logistische und operative Dreh- und Angelpunkte für lokale und überregionale Einsätze. Dort werden freiwillige Helferinnen und Helfer ausgebildet und mit der notwendigen Ausrüstung versehen, um im Ernstfall schnell und professionell reagieren zu können.
Unterstützungsmöglichkeiten
„Unsere Arbeit ist nur dank der Beiträge von Spendern, Freiwilligen und Partnerorganisationen realisierbar“, betont von Wolff. Er lädt daher zu Fördermitgliedschaften, Geldspenden oder ehrenamtlichem Engagement ein.
Auch 167 Jahre nach der Schlacht von Solferino ist uneingeschränkte Hilfe keine Selbstverständlichkeit. Sie bleibt eine wesentliche humanitäre Notwendigkeit.
